So halten Matratzen möglichst lange

Matratzen sind jeder Nacht einer großen Belastung ausgesetzt. Der Mensch gibt in jeder Nacht etwa einen ¾ Liter Feuchtigkeit durch das Schwitzen und über die Atmung ab. Rund 80 Prozent der Feuchtigkeit wandern direkt in die Matratze, die restlichen 20 Prozent werden von der Zudecke aufgenommen, ein Teil der Feuchtigkeit verdunstet jedoch wieder. Mindestens acht Stunden täglich wird die Matratze genutzt und wird somit so stark beansprucht wie kaum ein anderer Gegenstand. Noch dazu verändert man in der Nacht bis zu 80 Mal die Liegeposition. Damit die Matratze bei solch starker Belastung möglichst lange in gutem Zustand bleibt muss einiges beachtet werden.

Matratzen sollten generell immer gleichmäßig belastet werden, das bedeutet, dass die Matratze spätestes alle 6 bis 8 Wochen gewendet werden sollte. Bei den beliebten symmetrischen Zonenmatratzen ist es zusätzlich von Vorteil beim Wenden den Kopf- zum Fußteil zu machen.
Darüber hinaus können Matratzenschoner, die zwischen den Lattenrost und der Matratze gelegt werden, die Luftzirkulation verbessern und eine Bildung von Stauflecken verhindern. Doch nicht nur das, auch der Abrieb des Matratzenbezugs wird verhindert und die Lebensdauer kann erhöht werden. Vor der Verschmutzung der Oberfläche schützen spezielle Matratzenauflagen, zum Beispiel aus Viskoseschaum oder Kaltschaum. Zusätzlich zum Schutz vor Verschmutzung garantieren Matratzenauflagen einen hygienischen Schlafkomfort.
Das Wechseln der Bettwäsche bietet eine hervorragende Gelegenheit die Matratze von Staub und Hautschüppchen zu befreien. Darüber hinaus ist es sinnvoll die Matratze von Zeit zu Zeit auslüften zu lassen und danach leicht mit einem Matratzendeo zu besprühen. Natürlich können Kindermatratzen ebenso gepflegt werden.

Auch bei der besten Pflege besitzt eine Matratze eine begrenzte Lebensdauer. In der Regel sollten Matratzen aus hygienischen Gründen und aufgrund der Materialermüdung mindestens alle 8 bis 10 Jahre ausgewechselt werden. Nach dieser langen Zeit ist sowohl die Stützfunktion der Matratze als auch die Absorption von Feuchtigkeit nicht mehr gewährleistet. Auf einer neuen Matratze wird auch die Schlafqualität wieder gesteigert.

Matratzen – wie man sich bettet, so liegt man!

Matratzen sind das A und O für einen gesunden Schlaf. Wer einmal das Pech hatte, die Nacht in einem Hotelbett zu verbringen, in dem die Matratzen eine Art “U-Form” hatten, weiß zu schätzen, wenn er eine angenehme und feste Unterlage hat. Dies ist auf jeden Fall ein wichtiges Kriterium, denn Matratzen, die zu weich oder zu hart sind, sind ungeeignet, und der Schlaf wird, oft unbemerkt, unruhig, und man erwacht gerädert. Oft kommt ein rastloser Schläfer gar nicht darauf, dass es an den Matratzen liegen könnte, aber Untersuchungen zufolge ist dies eine der Hauptursachen für einen schlechten und ganz sicher nicht die Erholung fördernden Schlaf. Das Geld, das man beim Thema Matratzenkauf spart, ist demzufolge an der falschen Stelle gespartes Geld, denn es gibt nun einmal nichts Wichtigeres als unsere Gesundheit.

Das Material: eine wichtige Entscheidung

Neben der Festigkeit, der Dicke der Matratze, spielt auch noch das Material eine wichtige Rolle. Hierbei muss man sich auch vor Augen führen, dass es immer mehr Menschen gibt, die auf verschiedenen Stoffe allergisch reagieren, und von daher sollte man diesen Aspekt auch bei der Planung des Kaufs von Matratzen berücksichtigen. Wertvoll ist in jedem Fall eine Beratung in einem Fachgeschäft, wo auch solche Fragen, soweit Informationen vorliegen, erörtert werden. Dann spielt natürlich noch das eigene Budget, der Preis, eine Rolle, denn bei Matratzen gibt es preislich eine große Bandbreite. Machen Sie eine Liste, stellen Sie alle Fragen gezielt zusammen, dann entscheiden Sie sich für eine Matratze, von der Sie lange etwas haben.

Matratzeneigenschaften

Je nach Bett werden auch die Matratzen in verschiedenen Größen angeboten. Es gibt hier generell zwei Dinge zu unterscheiden. Zum einen gibt es Standardgrößen und zum anderen gibt es die Sondergrößen. Standardgrößen sind in der Regel immer ab Lager lieferbar, während Sondergrößen zum Teil extra angeliefert oder gar extra hergestellt werden müssen. Die kleinste Standardgröße für Matratzen in Deutschland beträgt 70cm x 140 cm. Die größte problemlos erhältliche Standardgröße ist 200 cm x 200 cm. Bei den Sondergrößen gibt es im Allgemeinen keine Beschränkungen was die Form und Größe angeht.

Eine weitere wichtige Eigenschaft neben der Matratzengröße ist der Härtegrad. Unterschieden werden hauptsächlich drei verschiedene Stufen. Stufe 1 bezeichnet weiche Matratzen, während Stufe 2 einen mittleren Härtegrad angibt und Stufe 3 für Hart steht. Es hängt von den eigenen Anforderungen und dem eigenen Körpergewicht ab, welche Matratze denn nun die Beste ist. In der Regel gilt die Faustformel, dass Personen, die unter 60 Kilogramm wiegen eine Matratze mit Härtegrad Stufe 1 wählen sollten und Personen mit über 80 Kilogramm eine Matratze mit dem Härtegrad Stufe 3.

Das Wichtigste bei der Auswahl einer Matratze ist, dass man sich für die Matratze entscheidet, die für die Wirbelsäule am besten ist. Wenn man darauf liegt, sollte die Wirbelsäule ohne Anstrengungen die natürliche Position einnehmen und sich dadurch vollständig entlasten können. Ein guter Lattenrost kann die Matratze hierin unterstützen und zudem auch noch andere Körperregionen entlasten.