Naturmatratzen

Unter Naturmatratzen versteht man im Allgemeinen Matratzen, die vollständig aus natürlichen Materialien gefertigt wurden. Die am häufigsten eingesetzten Materialien sind Naturlatex, Kokosfasern, Stroh und Seegras. Diese verschiedenen Werkstoffe lassen sich auf verschiedene Arten kombinieren. Der Vorteil dieser Matratzen ist die sehr gute Hautverträglichkeit. Es werden in diesem Umfeld keine chemischen Stoffe eingesetzt, die zum Beispiel die Haut reizen könnten. Wenn das leben einer Matratze vorüber ist, können die Naturmatratzen zu 100% wieder recycelt werden.
Dennoch gibt es bei diesen Matratzen auch noch einige Nachteile. So können sich diese Matratzen nur sehr schwer an die verschiedenen Lattenroste anpassen und auch das Anpassungsverhalten an den Körper weißt keine optimalen Werte auf. Bei einem längeren Gebrauch können sich auch Kuhlen bilden, die den gesamten Schlafprozess stören können. Auch die Haltbarkeit dieser Produkte ist nicht besonders lange und ein Verschleiß tritt schon relativ früh auf. Oftmals sind Naturmatratzen auch eine Brutstätte für Milben und Pilze und es ist besonders wichtig hier auf eine gute Pflege zu achten.

Auch wenn sich die Naturmatratzen in den letzten Jahren stark weiterentwickelt haben, sind sie in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Jedoch gibt es auch einige wenige gute Produkte, wie zum Beispiel die Naturlatexmatratzen, die zu 100% aus natürlichem Latex hergestellt wurden.

Viscoschaummatratzen

Die jüngste Matratzengeneration sind die Viscoschaummatratzen. Hierbei handelt es sich um High-Tech-Produkte, die aus einem speziellen Material bestehen, welches sich die Körperform des Schlafenden „merken“ kann. Dieses sogenannte Memory Foam ist ein spezieller Kunststoff, der durch die Körperwärme verformt werden kann und diese Form für wenige Sekunden beibehält. Gerade aus diesem Grund sind diese Matratzen besonders anpassungsfähig und bieten sehr viel Komfort. Keine Matratze unterstützt besonders druckempfindliche Stellen so gut wie dieser Typ. Darüberhinaus sind diese Matratzen extrem hygienisch und Milben haben fast keine Chance sich hier breit zu machen.

Wie bei allen Neuentwicklungen gibt es aber auch hier verschiedene Nachteile, die mit der Zeit jedoch ausgebessert werden. Am auffallendsten ist bei den Viscoschaummatratzen der doch sehr hohe Preis, welcher durch die hohen Entwicklungskosten und den noch geringen Stückzahlen zustande kommt. Wenn sich ein Massenmarkt für diese Matratzen erschlossen hat, werden diese Produkte vermutlich deutlich günstiger werden. Der Memory Foam hat aber auch einige Nachteile. Er besitzt zwar eine sehr gute Anpassungsfähigkeit, jedoch ist das Rückstellungsverhalten der Viscoschaummatratzen relativ schlecht. Darüberhinaus ist die oberste Kunststoffschicht nicht gerade bekannt für ihre Feuchtigkeitsregulation und stark schwitzende Personen könnten sich hier unwohl fühlen.

Es gibt ein paar Themenfelder, bei denen heute noch überlegt wird, ob sie ein Nachteil oder Vorteil sind. Zum Beispiel sind noch keine Fakten über die Lebensdauer dieser Matratzen bekannt, weil sie erst seit kurzem auf dem Markt erhältlich sind. Hinzu kommt noch, dass sich die Schlafforschung unsicher darüber ist, wie sich dieses Anpassungsverhalten auf das Schlafverhalten und die Positionswechsel während des Schlafs auswirkt.

Viele Nachteile der Viscoschaummatratze wurden dank neuer Technologien oder Herstellungsverfahren schon wesentlich verbessert. Es ist davon auszugehen, dass dieser Matratzentyp in Zukunft immer häufiger eingesetzt werden wird.

Kaltschaumstoffmatratzen

Schaumstoffmatratzen hatten über viele Jahre hinweg einen schlechten Ruf und erst in letzter Zeit konnte sich dieser Ruf ändern. Früher waren diese Matratzen Billigware und zudem nicht sehr lange haltbar. Schon nach kurzer Zeit zeigten sich deutliche Gebrauchsspuren und die Qualität ließ sehr schnell nach. Auch die hygienischen Bedingungen waren mehr als schlecht, doch mit der Entwicklung neuer Materialen und Herstellungsverfahren konnten diese Nachteile beseitigt werden.

Heute besitzen Kaltschaummatratzen eine sehr gute Anpassungsfähigkeit und eine sehr hohe Punktelastizität. Darüberhinaus reagieren diese Matratzen sofort auf Positionsveränderungen des Schlafenden, weshalb dieser stets optimal gestützt wird. Für Personen, die an einer Allergie leiden, sind derartige Matratzen ebenfalls zu empfehlen, weil sich hier Milben nur sehr schwer einnisten können und bei einer guten Pflege sollte es hier kein Problem geben. Heutige moderne Modelle sind zudem auch noch sehr langlebig und behalten die gleiche Qualität über Jahre hinweg.

Der einzige Nachteil dieser Matratzen ist die Brandgefahr, die von ihnen ausgehen kann, doch die Industrie hat hier reagiert und arbeitet zunehmend mit brandhemmenden Zusätzen und feuerfesten Überzügen.

Latexmatratzen

Latex ist ein natürlicher Stoff, der aus den tropischen Kautschukbäumen gewonnen wird. Latexmatratzen sind zu einem Großteil aus diesem Material hergestellt, können jedoch einen synthetischen Anteil enthalten. Dieses Rohmaterial wird in eine Form gegossen und dort dann vulkanisiert. Durch das Vulkanisieren entstehen die typischen Löcher, die sich in einer Latexmatratze befinden.

Der größte Vorteil einer Latexmatratze ist die sehr hohe Anpassungsfähigkeit, die sich optimal den unterschiedlichen Körperregionen anpassen kann und damit diese perfekt abstützt. Deshalb ist die Latexmatratze besonders gesundheitsschonend und sehr komfortabel. Darüberhinaus besitzt die Latexmatratze ein hervorragendes Rückstellungsverhalten, welches dafür sorgt, dass sich diese Matratze ohne Zeitverzögerung an neue Liegepositionen anpassen kann. Wenn man eine solch hochwertige Matratze besonders gut pflegt, ist die Gefahr eines Milbenbefalls sehr gering und äußerst unwahrscheinlich. Die Latexmatratzen sind zudem extrem haltbar und können viele Jahre ohne Qualitätsverluste eingesetzt werden.

Natürlich haben auch diese hochwertigen Matratzen einen gravierenden Nachteil. Sie sind sehr schwer und unhandlich. Das Latex besitzt ein sehr hohes Raumgewicht und gerade deshalb ist es äußerst unpraktisch diese Matratzen herumzutragen.

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Die Federkernmatratze

Die Federkernmatratzen zählten heute wohl zu den wichtigsten und am weitest verbreiteten Matratzentypen, die auf dem Markt sind und sind im Hausrat ein wichtiger Bestandtei. Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausprägungen, wie zum Beispiel den Bonellfederkernmatratzen, die einen Kern aus Metallfedern besitzen. Natürlich werden heute auch noch andere Materialien zur Herstellung dieser speziellen Federn verwendet. Wenn man diese Federn nun in kleine Stofftaschen packt und diese dann im Kern der Matratze fixiert, spricht man von Taschenfederkernmatratzen. Damit diese Federn beim Schlaf nicht stören, werden sie zum Schluss mit einem Stück Filz umkleidet und anschließend mit weiteren Polstermaterialien ummantelt. Über die verschiedenen Polsterschichten kommt anschließend noch ein Baumwollüberzug, der die Matratze rundum vor äußeren Einflüssen schützt.

Der größte Vorteil einer solchen Matratze betrifft die Regulation der Feuchtigkeit. Diese Matratzen können die aufgenommene Feuchtigkeit sehr gut an die Luft zurückgeben. Milben und Schimmelbefall sind hier eher selten. Darüberhinaus werden diese Matratzen in verschiedene Zonen eingeteilt, die perfekt auf die einzelnen Körperregionen angepasst sind. Bei den beiden letzen positiven Aspekten geht es um die Kosten. Federkernmatratzen sind sehr preiswert und haben eine sehr lange Lebensdauer.

Der wichtigste Nachteil einer Federkernmatratze ist die unzureichende Anpassungsfähigkeit, die bei anderen Matratzentypen wesentlich besser ist. Im Laufe der Jahre können zudem einzelne Federn durch die Polsterung drücken und den Schlafkomfort erheblich vermindern.

Dennoch sind Federkernmatratzen eine gute Alternative, die je nach Schläfertypus völlig ausreicht.